Judith Stapf beeindruckt schon früh durch ihr immenses musikalisches Vermögen und die Reife, mit der sie sich künstlerisch entfaltet.
Ihre Ausstrahlung, die Vielschichtigkeit ihrer Interpretationen ziehen das Publikum unmittelbar in den Bann. Immer geht sie eigene Wege, tritt in Kontakt mit außergewöhnlichen Menschen, steht als 12-jährige im Mittelpunkt ergreifender Fernsehdokumentationen und spielt im Deutschen Bundestag zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus.
Es ist ihr spürbar wichtig, in die Tiefe zu gehen, sich den Fragen unserer Zeit zu stellen, sie in der Musik zu verorten und hörbar zu machen - ohne Furcht vor Abgründen oder Unbequemlichkeiten.

Mit elf Jahren beginnt sie ihr Violinstudium bei Ute Hasenauer im Pre-College der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und wird in dieser Zeit mehrfach Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe in New York, Moskau und Paris.
Mit sechzehn Jahren wechselt sie ins Vollstudium zu Mihaela Martin. Zusätzlich wird sie in die neu gegründete Barenboim-Said-Akademie in Berlin aufgenommen und dort von Michael und Daniel Barenboim künstlerisch betreut.
Der WDR nominiert sie 2014 zur deutschen Vertreterin für das Finale des Eurovisionswettbewerbs "Young Musicians" in Köln. 2015 verleiht ihr das Land NRW den Nachwuchsförderpreis Musik, im gleichen Jahr wird sie in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen.
Seit dem Wintersemester 2018/19 studiert Judith Stapf im Masterstudiengang bei Mirjam Contzen an der Universität der Künste Berlin.
In Meisterkursen mit Saschko Gawriloff, Nora Chastain, Pinchas Zukerman, Aaron Rosand und Boris Kuschnir hat sie ihre Technik verfeinert und ihren Klangreichtum erweitert.
Judith Stapf spielt regelmäßig Rezitale und Kammerkonzerte. Dazu zählen Auftritte im Rahmen des Beethovenfestes Bonn, der Konzertreihe "Best of NRW", der "Junge Elite" bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie beim Rheingau Musik Festival.
Als Solistin führt sie die großen Werke des Violinrepertoires auf, u.a. mit den Dortmunder Philharmonikern, dem Beethoven Orchester Bonn, mit den Duisburger Philharmonikern, dem WDR Sinfonieorchester und der Neuen Philharmonie Westfalen.

Judith Stapf spielt eine Cremoneser Violine von Andrea Guarneri (1663)