Trio Orelon

Judith Stapf, Violine
Arnau Rovira i Bascompte, Violoncello
Marco Sanna, Klavier

Foto: 2019 © Markus Bollen
"Offenbar liegt unserer Natur eine musikalische Struktur zugrunde, die kulturelle Unterschiede überwindet. Der musikalische Ausdruck von Gefühlen wird also universell verstanden.
Genau aus diesem Grund haben wir uns bei der Wahl unseres Ensemblenamens der internationalen Weltsprache Esperanto bedient und unser Klaviertrio "Trio Orelon" genannt! Orelon heißt hier "Ohr" und versinnbildlicht so die vielen Aspekte des Hörens in der Musik: das einander Zuhören, das in sich Lauschen, das Eintauchen in die Struktur der Komposition, das Erspüren der magischen Verbindung zwischen Publikum und Künstler*innen im Konzert..." (Judith Stapf)

Das Trio Orelon gründete sich 2018 in Köln. Judith Stapf (Violine), Arnau Rovira Bascompte (Violoncello) und Marco Sanna (Klavier) lernten sich an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln kennen und musikalisch schätzen. Motiviert im gemeinsamen Bestreben, sich tiefer mit der Gattung Klaviertrio auseinanderzusetzen, begaben sie sich auf die Suche nach der Verbindung von sinfonischer Dichte und kammermusikalischer Intensität, nach der Balancierung dieser reizvollen Gegensätze in einem homogenen Gesamtklang. Von Anfang an war dabei eine starke musikalische und persönliche Verbindung spür- und hörbar.

Nach den ersten Konzerten intensivierte sich die Zusammenarbeit, als das Trio Orelon im Sommer 2019 für das Stipendium der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung ausgewählt wurde. In der Folge gastiert es bei zahlreichen renommierten Kammerkonzertreihen.

Das Trio Orelon zeichnet sich durch eine außergewöhnlich intensive, klangsinnliche und lebendige Art des Musizierens aus. Die Spielfreude des jungen Ensembles zieht das Publikum unmittelbar in seinen Bann.

Im Konzert verbindet sich ihr erfrischend neugieriger und dynamischer Blick auf die Werke mit der unüberhörbaren Lust am gemeinsamen Ausdruck.

Foto: 2019 © Markus Bollen

Die drei Musiker*innen teilen ihre Begeisterung und Neugier für innovative und thematische Programme, in denen sie klassisches Repertoire mit weniger bekannten und unentdeckten Werken kombinieren. Musizierend und moderierend bringen sie ihrem Publikum alle Facetten und Möglichkeiten der Trioliteratur nahe.

Die Universität der Künste, Berlin nominierte das Trio Orelon für den Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2021, der wegen der Coronapandemie in den September 2021 verlegt werden musste. Künstlerisch betreut wird das Trio hierbei von Prof. Jonathan Aner (Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin).

Foto: 2019 © Markus Bollen

Violinistin Judith Stapf, die an der Universität der Künste in Berlin studiert, war schon früh Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe in Deutschland sowie in Moskau, Paris und New York. Sie ist leidenschaftliche Kammermusikerin und musizierte mit namhaften Partner*innen wie Paul van Zelm, Judith Serkin, Denes Varjon, Claudio Borhórquez und Jörg Widmann. Als Solistin überzeugte sie an der Seite herausragender Klangkörper, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem WDR Sinfonieorchester, den Dortmunder Philharmonikern, den Duisburger Philharmonikern und dem Beethoven Orchester Bonn.

Arnau Rovira i Bascompte studierte im niederländischen Utrecht, dann an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Er ist Meisterschüler von Maria Kliegel - der Grande Dame des Violoncellos und hat mit zahlreichen renommierten Cellist*innen unserer Zeit gearbeitet, u.a. mit David Geringas, Gary Hoffmann, Melissa Phelps und Dimitri Ferschmann. Er gewann den Hochschulwettbewerb Köln und war Finalist des Mendelssohn Hochschulwettbewerbs. Seit der Spielzeit 20/21 ist er Cellist beim Sinfonieorchester Wuppertal.

Marco Sanna, der seine musikalische Ausbildung Musikhochschulen in Köln und Berlin abschloss, lebt mit Intensität seine Hingabe für die Kammermusik. Er ist regelmäßiger Kammermusikpartner von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, der Karajan Akademie und Musiker*innen des WDR Funkhaus Orchesters, Köln. Seine Tournee mit dem Berliner Streichquartett Furiant führte ihn mit 300 Auftritten durch ganz Europa und den USA. Als vielgefragter Pianist gastierte er bei angesehenen Festivals in Verbier, im Rheingau Musikfestival sowie beim Beethovenfest Bonn.